GESCHAFFT

24.02.2018

eindeutig zweideutig!

Wir haben es (irgendwie) geschafft und sind geschafft. Aber der Reihe nach und mit der Warnung: es wird seeeeeehr lang!

Am Dienstag ging es morgens um 07.15 los, es tauchten 4 Möbelleute auf die für die Entsorgung der Sachen die nicht mehr gebraucht wurden zuständig waren. Super schnell, super sorgfältig und nach anderthalb Stunden fertig. Dann hiess es bis morgen, wir sind dann so um 7 wieder da. Am nächsten Morgen standen sie auch pünktlich vor der Tür, bauten draussen den Aussenaufzug auf und los ging es. Natürlich hatte unser oberbekloppter Nachbar (aus dem Haus gegenüber, ihr erinnert Euch, die Sache mit dem Hund und der Anzeige?) seinen Wagen genauso geparkt daß der Aufzug nicht von der Seite angebracht werden konnte. Mußte also von vorne aus und ein paar Äste waren dann im Weg, also einer der Herren auf den Aufzug, Stückchen runter und entsorgt.

Wir hatten schätzungsweise zusammen so um 85 Umzugskartons und dann von meinen „bunten“ auch noch mal 11 Stück, dann die Wohnzimmermöbel (minus Schrankwand) und aus dem Schlafzimmer unseren Kleiderschrank, dachten wir. Wie heißt der Spruch aus meiner Kindheit? Denken sollten man den Pferden überlassen, die haben einen viel größeren Kopf 😉

Zwischendurch tauchte einer der Möbelleute auf und bat uns doch mal mitzukommen, was wir dann sehen mussten, ließ uns nicht gerade vor Freude jubeln, denn an der Wand hinter dem Kleiderschrank (Aussenwand) befanden sich zwei sehr große Schimmelflecken, und ebenfalls auf der Rückwand des Kleiderschranks.

Da man Schimmel ja nie so ganz wegbekommt, hieß das, Schrank entsorgen, was wir auch gleich machen ließen.

Wat nu? Vier volle Kleiderstanden von einem Meter und kein Ersatz. Zuerst dachten wir, wir behalten diese Kleiderkartons vom Umzugsunternehmen, denn bis ein neuer Kleiderschrank ( der ja auch irgendwie in das Zimmer wo er hinsoll, holzmäßig reinpassen muss) geliefert werden kann, dauert es bestimmt um die 8 Wochen. Da im Zimmer der neuen Wohnung die Wand ja frei ist, haben wir uns entschlossen, erst mal solche zwei Kleiderstangen bzw. Ständer  zu kaufen, Belastbarkeit pro Stange ca. 30-40 kg:

Die werden heute im Laufe des Tages geliefert, dann von uns zusammen gebaut (hahahaha) und dann kann das hier weg:

Nachdem alles eingeladen war, es war gerade mal halb 11 und der nächste Termin, die Wohnungsabnahme war für 12 Uhr terminiert. Und wir hatten keine Stühle, nichts mehr in der Wohnung, und anderthalb Stunden auf dem (runtergeklappten Deckel) Klo zu sitzen ist auch nicht gerade so der Brüller, oder? Als wir kurz beide auf dem Balkon Luft schnappten, war auch unsere Nachbarin draussen und rief rüber ob wir denn was zum Sitzen hätten, was wir verneinten. Na dann kommen Sie mal eben an die Tür, ich geb ihnen meine beiden Küchenstühle, und so konnten wir uns bis der Wohnungsübergabemensch kam, wenigstens setzen.

Übergabe war schnell gemacht, auch wegen des Schimmels meinte er kann passieren, weder Schuld von den Mietern noch vom Vermieter, Heizungen abgelesen, Strom abgelesen, Räume angeschaut und Schlüssel übergeben. Um Punkt halb eins kam dann auch unser Taxifahrer um uns in die neue Heimat zu bringen. Um 15 Uhr kamen wir, wenn auch da schon fix und foxi oder aber wie Narumol es so treffend ausdrückt“fick und fertig“ an.

Noch schnell mit unserem Lieblingstaxifahrer ein Käffchen geschlabbert und dann……. nix mehr. Den kranken Großen aufs Luftbett gepackt, denn die Matratzen waren ja noch eine Nacht in Essen, und abends dann den Lieferdienst bemüht, mit denen sind wir durch die 10 Tage vor kurzem hier vor Ort schon per du 😉

Dann früh auf die Luftmatratze bzw. das Schlafsofa, den Männe mit Medis versorgt und und auf eine ruhige Nacht gehofft. Weit gefehlt, da der Husten so schlimm wurde daß wohl das ganze Haus wach wurde und Schatz mit dem Eimer auf der Bettkante saß. Aber irgendwann bekamen wir dann wohl doch noch das ein oder andere Stündchen Schlaf, bis um 6 Uhr der Wecker ging und wir vollkommen gerädert versuchten auf die Beine zu kommen. Gott sei Dank war die Kaffeemaschine an diesem Morgen mein allerallerallerbester Freund 🙂

Um halb acht tauchte dann das Essener Umzugsunternehmen auf, auf unseren Wunsch hin schickte ich sie erst mal frühstücken und dann gings los, ich konnte mir nicht vorstellen wie anstrengend so ein Umzug sein würde, 4 Mann und jeder kam mit meistens 4 Kartons auf dem Hund an, wohin, und die Kisten die nicht Umzug sondern Klappkarton oder bunte Kartons war, wohin? Der vierte Mann fing an die Gardinenschinen anzubringen und nachdem er 6 davon, die meisten über drei Meter lang mit Mittelstück angebracht hatte, machte er sich an die Lampen.

Ja ja die Lampen, bis auf zwei haben wir alle neu gekauft. Es fing schon bei der zweiten an: Ich weiß aber nicht ob die hält die ist zu schwer für diese Decke. Schwer? Für eine Decke? Hääää? Ja das wäre irgend so eine Holzkonstruktion mit Rigips oder so. Die anderen beiden machten wohl kein Problem, dann kam die Küche dran. Da ich nun ja eine Arbeitsinsel und keine Kochinsel habe, brauche ich das Stromkabel von oben für den Herd nicht (Starkstrom) sondern eine stinknormale Lampe die man so rauf und runter machen kann. Da fehlte dann ein Deckel zur Abdeckung damit das oben nicht so doof aussieht. Wer musste los? Ja richtig, ich. Ich lief schon auf dem Zahnfleisch aber ich habs im zweiten Laden bekommen. Zwischenzeitlich kam der Anruf von Jürgen, daß die andere Lampe über der Essecke gar nicht geht, die wäre viel zu schwer. Alles nun nur noch auf unsere Verantwortung. Ich bin rein, hab denen den Deckel hingeschmissen und hab mich zum Heulen verkrochen. Dann wieder rüber und jetzt kommt der absolute Oberhammer: Man konnte die Lampe über der Kücheninsel nicht ausschalten, nur, wenn man die Sicherung im HWR rausmachte. Ich hätte schreien und gleichzeitig kotzen können, so sauer und fertig war ich.

Die Mannschaft war fertig mit allem,  sie haben sich verabschiedet mit den Worten, nicht aufregen und weg waren sie. Allerdings muss ich trotz allem sagen, daß wir mit dem Umzugsunternehmen mehr als zufrieden waren, sowohl arbeitsmäßig als auch menschlich und auch preislich. Wir sind nun zum zweiten Mal damit umgezogen und ich kann nur sagen: Jederzeit wieder!

Aber weiter, nach einen halben Stunde bin ich dann rüber um die Sicherung rauszumachen, denn immer muss das Licht ja nicht an sein. Nach einer Viertelstunde meinte Jürgen: Duhuuu, der Gefrierschrank ist aus. Mach doch mal die Sicherung von der Lampe rein, ich machte und siehe da, der Gefrierschrank ging, aber die Lampe war halt auch wieder an.

Wir versuchten „auf die Schnelle“ einen Elektriker zu bekommen, der, oh Wunder, innerhalb einer Stunde da war und das Problem sogar beseitigen konnte.

An diesem Abend lagen wir um 21 Uhr in UNSEREN Betten, und ich schlief 9 und Jürgen 13 Stunden nonstop. Und nun noch ein paar Fotos

 

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3 Kommentare

  1. Irgendwas ist ja immer!
    Wir haben auch so eine Rigips-Holz-Konstruktion. Die einzige Deckenleuchte in unserer Wohnung ist die im Schlafzimmer. Sonst haben wir nur Wandleuchten. Nicht wegen der Konstruktion, einfach weil wir das stylischer finden.

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  2. Toi toi toi und vor allem erst mal gute Besserung.
    Krank und Umzug passt gar nicht zusammen.
    Jetzt habt ihr alles vor Ort und könnt schalten und walten wie ihr wollt.
    Die Kartons fressen in der Regel kein Brot und wenn sie etwas länger stehen als geplant,
    ist das auch egal.
    Ich liege auch schon die ganze Woche flach und hier bleibt auch alles liegen… egal.
    Ich bin das schon gewohnt.
    Denk dran, ihr seid keine 20 mehr, also immer schön peu à peu

    Liebe Grüsse
    kkk

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  3. Was soll man da noch sagen? „HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM NEUEN ZUHAUSE!“ und jetzt alles schön auf Sparflamme weiter laufen lassen! Alles andere lohnt nicht und wird körperlich bestraft. Also, seid stolz, dass Ihr es bis dahin schon mal geschafft habt, geniesst die neue Heimat und lasst Euch mit dem 100%-igen Einrichten Zeit. LG und viel Freude in der ersten „richtigen“ Woche in ORF – Elke

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