Ostfriesische Abfallentsorgung

10.03.2018

Auch so eine sehr gewöhnungsbedürftige Sache, wenn man über 60 Jahre Mülltonnen kennt und es so etwas plötzlich nicht mehr gibt. Freundlicherweise wurden wir schon bei der Wohnungsbesichtigung darauf hingewiesen, wie das hier so abläuft, aber das hatten wir vorher schon von anderer Seite erzählt bekommen.

Wer es nicht kennt: Man kauft im Supermarkt eine Rolle mit 10 Säcken für Restmüll, Kostenpunkt: 10 Säcke a 30 l = 5,40 Euro und 10 Säcke a 50 l = 9,00 Euro, die blauen Säcke für Papier mit 13 Säcken 1,10 Euro und die gelben für Kunststoff gibt es umsonst, was bedeutet daß man sie sie gut wie nie bekommt weil ( so habe ich gehört) die Leute sie horten.

Donnerstag ist hier Müllabfuhrtag, deshalb sieht es vor allen Häusern am Mittwochabend dann meistens so aus:

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Nun ist ja noch Winter bzw. es sind noch kühle Temperaturen, ich mag es mir nicht vorstellen, wie es dann im Sommer bei 25-30 Grad sein wird. Wir haben den Vorteil, daß jeder hier im Haus draussen einen Geräteraum von ca. 6-7 qm hat ( für Gartenmöbel etc.) und dort haben wir dann vor, die Restabfallsäcke zu lagern bis halt abgeholt wird. Man wird dann zwar im Hochsommer nur mit Maske oder Klammer auf der Nase dort rein können, aber so ist es halt. Geht ja nicht nur uns, sondern allen hier so.

Ostfriesische Einkaufswagenlogik

10.03.2018

die ein zugereister Ostfriese bzw. eine Ostfriesin erst mal begreifen muss.

Wie es so üblich ist, muß ich ab und an auch mal einkaufen. Nun, daß die Lebensmittelgeschäfte unmittelbar vor der Haustüre sind, ist wirklich super, allerdings hab ich mich jedesmal wahnsinnig geärgert, weil wenn ich den Einkaufswagen zurückbrachte in die dafür vorgesehene „Box“, ich fast immer dreimal versuchen musste, bis ich meinen Chip wiederhatte. Einmal waren es nur zweimal, ein Wunder 😉  Erst dachte ich es läge am Einkaufschip, deshalb nutzte ich beim nächsten Einkauf einen Euro, aber auch da dasselbe Spiel, eins, nein, zwei, nein und drei jaaaaaaaaa.

Bis es mich gestern wie ein Blitz traf, ich hatte eine Idee, woran es liegen könnte. Und seit heute stelle ich den Einkaufswagen weg und bekomme direkt beim ersten Versuch meinen Chip zurück.

Und? Wer ist schlauer und hätte es gleich beim ersten Mal geschafft?

Besser!

08.03.2018

Kurz reingeworfen: Mir gehts wieder besser, gestern morgen schon (später dann nicht mehr so, weil wenns mal nicht wehtut, nutzt man das ja und tut wieder was) und heute morgen auch. Kommt anscheinend daher, daß ich bzw. wir hier schlafen können wie sonst nie vorher. Woran es liegt, keine Ahnung, aber davon viel 😉 Aber es ist klasse und wir hoffen daß es so bleiben wird.

Der Beitrag hier hat ja jetzt gar nichts mit der Wohnung zu tun, aber da die Düne momentan die meiste Zeit in tiefem Schlummer liegt, schreib ichs hierher. Ihr erinnert Euch an meinen Beitrag in der Gedankendüne über meinen Besuch beim Lungenfacharzt bzw. der Lungenambulanz? Wer nicht, hier könnt ihr es nachlesen.

Seit wir hier in Ostfriesland wohnen, hab ich keinerlei Beschwerden mehr mit Kurzatmigkeit, Atemnot oder Schnappatmung wenn ich etwas tue oder trage oder sonst was. Null! Liegt es an der klareren Luft hier, oder daran daß hier halt nicht die Industrie ist wie im Ruhrgebiet? Ich bin jedenfalls glücklich darüber daß es mir in dieser Hinsicht sehr viel besser geht!

 

Was hab ich nur getan

05.03.2018

daß ich so sehr gestraft werde?

JAMMERMODUS AN: Gestern abend beim Sitzen auf dem Sofa merkte ich wie sich ein Nerv im Rücken einklemmte, in dem Moment war es auch schon zu spät, nix aber auch gar nix brachte Besserung. Die Nacht war der Oberhorror, trotz Tablette nachts um 3 und Hugo im Bett, nix. Ach ja, Hugo ist meine neue Wärmeflasche, sie heißt so weil sie unter dem Rollkragen den Namen am Hals stehen hat 🙂

Der Tag heute war Hölle, einfach nur Hölle. Nackenheizkissen, Kirschkernkissen, Ibu 800, kann man alles vergessen. Ich möchte nicht wissen was unsere Nachbarin denkt, wenn sie mich hier hört, ähnlich muss es klingen, kurz bevor jemand abgemurkst wird. Zur Tasse greifen, etwas aus dem Schrank nehmen, vom Stuhl oder Sofa aufstehen, aufs Klo gehen, und versuchen tief durch zu atmen…………………..

Gerade hab ich zwei Stunden schlafen können, aber die Versuche hinterher wieder AUS dem Bett zu kommen, waren absolute Sch….. JAMMERMODUS AUS!

Was würde ich nur tun, wenn ich nicht unsere elektrisch verstellbaren Lattenroste hätte, ich glaube wenn ich da einmal im Bett wäre, käme ich nie wieder raus. Ich bin so dankbar daß wir uns dafür entschieden haben.

AKKU leer…………

01.03.2018

ein paar viele  Kartons leider immer noch voll.

Momentan geht nichts mehr, ich hab wirklich das Gefühl, daß er Akku so gut wie leer ist. Es tut alles weh, die Kraft ist weg und die Tränendrüsen stehen auf Dauerbetrieb. Und dann nimmt man sich vor, die nächsten zwei Tage Pause zu machen und wenn man dann morgens aufsteht und sich so umschaut, tja, dann packt man doch das eine und das andere aus , schaut mal in den einen und in den anderen Kartons und man könnte ja mal eben…………….

Ich will nicht mehr auspacken, will es aber auch so langsam mal ordentlich haben 😦 Alles bescheiden……. Und damit ihr was zu Schauen habt, ein paar Fotos 😉

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Heute gehts weiter…

27.02.2018

Momentan sind die Möbelmonteure da und bauen unsere Wohnzimmerwand und unsere Bücherregalschränke 😉 auf, außerdem den Tisch mit 4 Stühlen, zwei mit und zwei ohne Armlehnen. Die  Kissen für die Stühle sind schon fertig damit es auch richtig gemütlich ist.

Hab ich schon erwähnt, daß ich Sachen von Clayre Eef liebe? Deshalb auch die Kissenbezüge und ebenfalls passend dazu Schürze, Backhandschuh und Topflappen.

Ich bin wahnsinnig gespannt wie es fertig ausschaut, denn wir haben die Möbel ja nicht im Geschäft gesehen. Und dann kann ich endlich loslegen und weiter versuchen die restlichen ca. 30 Kartons auszupacken.

Ach ja, die Gardinen hängen auch schon (fast) alle und sehen schick aus, finde ich jedenfalls und auch vom Großen kam die Zustimmung: Gut! Und das will schon was heissen. Also ist der „Kleinkram“ wie Gardinen, Lampen, Kissen soweit erledigt, die Bilder werden erst aufgehangen wenn alles andere fertig ist, und auch die Deko ( von der ich so einiges habe) oder aber auch der Schnickschnack oder Tinnef oder Sch….. wie der Ehemann immer sagt. 😉

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GESCHAFFT

24.02.2018

eindeutig zweideutig!

Wir haben es (irgendwie) geschafft und sind geschafft. Aber der Reihe nach und mit der Warnung: es wird seeeeeehr lang!

Am Dienstag ging es morgens um 07.15 los, es tauchten 4 Möbelleute auf die für die Entsorgung der Sachen die nicht mehr gebraucht wurden zuständig waren. Super schnell, super sorgfältig und nach anderthalb Stunden fertig. Dann hiess es bis morgen, wir sind dann so um 7 wieder da. Am nächsten Morgen standen sie auch pünktlich vor der Tür, bauten draussen den Aussenaufzug auf und los ging es. Natürlich hatte unser oberbekloppter Nachbar (aus dem Haus gegenüber, ihr erinnert Euch, die Sache mit dem Hund und der Anzeige?) seinen Wagen genauso geparkt daß der Aufzug nicht von der Seite angebracht werden konnte. Mußte also von vorne aus und ein paar Äste waren dann im Weg, also einer der Herren auf den Aufzug, Stückchen runter und entsorgt.

Wir hatten schätzungsweise zusammen so um 85 Umzugskartons und dann von meinen „bunten“ auch noch mal 11 Stück, dann die Wohnzimmermöbel (minus Schrankwand) und aus dem Schlafzimmer unseren Kleiderschrank, dachten wir. Wie heißt der Spruch aus meiner Kindheit? Denken sollten man den Pferden überlassen, die haben einen viel größeren Kopf 😉

Zwischendurch tauchte einer der Möbelleute auf und bat uns doch mal mitzukommen, was wir dann sehen mussten, ließ uns nicht gerade vor Freude jubeln, denn an der Wand hinter dem Kleiderschrank (Aussenwand) befanden sich zwei sehr große Schimmelflecken, und ebenfalls auf der Rückwand des Kleiderschranks.

Da man Schimmel ja nie so ganz wegbekommt, hieß das, Schrank entsorgen, was wir auch gleich machen ließen.

Wat nu? Vier volle Kleiderstanden von einem Meter und kein Ersatz. Zuerst dachten wir, wir behalten diese Kleiderkartons vom Umzugsunternehmen, denn bis ein neuer Kleiderschrank ( der ja auch irgendwie in das Zimmer wo er hinsoll, holzmäßig reinpassen muss) geliefert werden kann, dauert es bestimmt um die 8 Wochen. Da im Zimmer der neuen Wohnung die Wand ja frei ist, haben wir uns entschlossen, erst mal solche zwei Kleiderstangen bzw. Ständer  zu kaufen, Belastbarkeit pro Stange ca. 30-40 kg:

Die werden heute im Laufe des Tages geliefert, dann von uns zusammen gebaut (hahahaha) und dann kann das hier weg:

Nachdem alles eingeladen war, es war gerade mal halb 11 und der nächste Termin, die Wohnungsabnahme war für 12 Uhr terminiert. Und wir hatten keine Stühle, nichts mehr in der Wohnung, und anderthalb Stunden auf dem (runtergeklappten Deckel) Klo zu sitzen ist auch nicht gerade so der Brüller, oder? Als wir kurz beide auf dem Balkon Luft schnappten, war auch unsere Nachbarin draussen und rief rüber ob wir denn was zum Sitzen hätten, was wir verneinten. Na dann kommen Sie mal eben an die Tür, ich geb ihnen meine beiden Küchenstühle, und so konnten wir uns bis der Wohnungsübergabemensch kam, wenigstens setzen.

Übergabe war schnell gemacht, auch wegen des Schimmels meinte er kann passieren, weder Schuld von den Mietern noch vom Vermieter, Heizungen abgelesen, Strom abgelesen, Räume angeschaut und Schlüssel übergeben. Um Punkt halb eins kam dann auch unser Taxifahrer um uns in die neue Heimat zu bringen. Um 15 Uhr kamen wir, wenn auch da schon fix und foxi oder aber wie Narumol es so treffend ausdrückt“fick und fertig“ an.

Noch schnell mit unserem Lieblingstaxifahrer ein Käffchen geschlabbert und dann……. nix mehr. Den kranken Großen aufs Luftbett gepackt, denn die Matratzen waren ja noch eine Nacht in Essen, und abends dann den Lieferdienst bemüht, mit denen sind wir durch die 10 Tage vor kurzem hier vor Ort schon per du 😉

Dann früh auf die Luftmatratze bzw. das Schlafsofa, den Männe mit Medis versorgt und und auf eine ruhige Nacht gehofft. Weit gefehlt, da der Husten so schlimm wurde daß wohl das ganze Haus wach wurde und Schatz mit dem Eimer auf der Bettkante saß. Aber irgendwann bekamen wir dann wohl doch noch das ein oder andere Stündchen Schlaf, bis um 6 Uhr der Wecker ging und wir vollkommen gerädert versuchten auf die Beine zu kommen. Gott sei Dank war die Kaffeemaschine an diesem Morgen mein allerallerallerbester Freund 🙂

Um halb acht tauchte dann das Essener Umzugsunternehmen auf, auf unseren Wunsch hin schickte ich sie erst mal frühstücken und dann gings los, ich konnte mir nicht vorstellen wie anstrengend so ein Umzug sein würde, 4 Mann und jeder kam mit meistens 4 Kartons auf dem Hund an, wohin, und die Kisten die nicht Umzug sondern Klappkarton oder bunte Kartons war, wohin? Der vierte Mann fing an die Gardinenschinen anzubringen und nachdem er 6 davon, die meisten über drei Meter lang mit Mittelstück angebracht hatte, machte er sich an die Lampen.

Ja ja die Lampen, bis auf zwei haben wir alle neu gekauft. Es fing schon bei der zweiten an: Ich weiß aber nicht ob die hält die ist zu schwer für diese Decke. Schwer? Für eine Decke? Hääää? Ja das wäre irgend so eine Holzkonstruktion mit Rigips oder so. Die anderen beiden machten wohl kein Problem, dann kam die Küche dran. Da ich nun ja eine Arbeitsinsel und keine Kochinsel habe, brauche ich das Stromkabel von oben für den Herd nicht (Starkstrom) sondern eine stinknormale Lampe die man so rauf und runter machen kann. Da fehlte dann ein Deckel zur Abdeckung damit das oben nicht so doof aussieht. Wer musste los? Ja richtig, ich. Ich lief schon auf dem Zahnfleisch aber ich habs im zweiten Laden bekommen. Zwischenzeitlich kam der Anruf von Jürgen, daß die andere Lampe über der Essecke gar nicht geht, die wäre viel zu schwer. Alles nun nur noch auf unsere Verantwortung. Ich bin rein, hab denen den Deckel hingeschmissen und hab mich zum Heulen verkrochen. Dann wieder rüber und jetzt kommt der absolute Oberhammer: Man konnte die Lampe über der Kücheninsel nicht ausschalten, nur, wenn man die Sicherung im HWR rausmachte. Ich hätte schreien und gleichzeitig kotzen können, so sauer und fertig war ich.

Die Mannschaft war fertig mit allem,  sie haben sich verabschiedet mit den Worten, nicht aufregen und weg waren sie. Allerdings muss ich trotz allem sagen, daß wir mit dem Umzugsunternehmen mehr als zufrieden waren, sowohl arbeitsmäßig als auch menschlich und auch preislich. Wir sind nun zum zweiten Mal damit umgezogen und ich kann nur sagen: Jederzeit wieder!

Aber weiter, nach einen halben Stunde bin ich dann rüber um die Sicherung rauszumachen, denn immer muss das Licht ja nicht an sein. Nach einer Viertelstunde meinte Jürgen: Duhuuu, der Gefrierschrank ist aus. Mach doch mal die Sicherung von der Lampe rein, ich machte und siehe da, der Gefrierschrank ging, aber die Lampe war halt auch wieder an.

Wir versuchten „auf die Schnelle“ einen Elektriker zu bekommen, der, oh Wunder, innerhalb einer Stunde da war und das Problem sogar beseitigen konnte.

An diesem Abend lagen wir um 21 Uhr in UNSEREN Betten, und ich schlief 9 und Jürgen 13 Stunden nonstop. Und nun noch ein paar Fotos

 

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